Benefizkonzert in Christuskirche erbrachte mehr als 2500 Euro

Genau 2.566,94 Euro an Barspenden gingen am 18. November 2012 bei einem Benefizkonzert in der Christuskirche in Oberursel zugunsten der Restaurierung des benachbarten Ehrenmals ein. Pfarrer Reiner Göpfert eröffnete als Hausherr und Vorsitzender der Initiative "Rettet das Ehrenmal" vor dreihundert Besuchern die Veranstaltung und hob hervor, dass Menschen aus allen Teilen der Oberurseler Bevölkerung dazu beigetragen hätten, vor achtzig Jahren ein Mahnmal des Friedens von hohem künstlerischem Wert zu schaffen und es auch heute Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken sei, wenn es dauerhaft erhalten bleibe.

Der Geschäftsführer der mit der Verwaltung der Spenden und Bauabwicklung betrauten Ursella-Stiftung, Dr. Justus Förschner, erläuterte vor Beginn des Konzerts einer großen Zahl von Interessenten die Baufortschritte am Ehrenmal. Er schilderte, wie die Säule durch Auffüllen mit Beton stabilisiert werden konnte und führte aus, warum das Wiederanbringen des Mosaiks durch das Eppsteiner Spezialunternehmen Matthias Steyer noch einige Zeit beanspruchen wird. Mit der Fertigstellung rechnet er im Frühsommer nächsten Jahres. Wie viel die Arbeiten endgültig kosten werden, steht noch nicht fest, da noch kein verbindliches Angebot erfolgt ist. Doch Förschner rechnet damit, dass die Gesamtkosten niedriger ausfallen werden als die ursprünglich veranschlagte Summe von 170.000 Euro. Nach Abzug der Werbungskosten und unter Einrechnung der vom Landesdenkmalamt erwarteten Zuschüsse stehen jetzt rund 150.000 Euro zur Verfügung.

Zum Benefizkonzert hatten der Kiwanis-Club Bad Homburg-Taunus und die Neue Musikschule im Hochtaunus eingeladen. Kiwanis-Präsident Uwe Johannsen stellte den Anwesenden den Club und seine Ziele vor. Liane Acs, Leiterin der Musikschule, führte ins Programm ein. Kai v. Schauroth, Enkel der Künstlerin Lina v. Schauroth, die das Ehrenmal im Auftrag der Oberurseler Bürger gestaltet hatte, gab einen Einblick in das Leben der Künstlerin und seine persönlichen Erfahrungen mit der resoluten Großmutter.

Die drei Interpreten, Shen Shen (Sopran), Rudolf Oppermann (Trompete) und Gisèle Kremer (Orgel) boten eine brillante Aufführung klassischer Werke von Telemann, Bach, Schütz, Liebhold, Roemhildt, Händel und Purcell und moderner von Eric Stauffer, Bernhard Krol und Olivier Messiaen. Dafür bekamen sie großen Beifall. Die Künstler treten als Trio und in verschiedenen Formationen national und international auf und sind der Neuen Musikschule als Musikpädagogen verbunden.

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch Stadtverordnetenvorsteher Dr. Christoph Müllerleile und Bürgermeister Hans-Georg Brum.

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Dr. Justus Förschner erläutert am Ehrenmal den Baufortschritt.

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Etwa dreihundert Besucher kamen zum Benefizkonzert und spendeten reichlich für das Ehrenmal. Im Bild in der ersten Reihe von links Pfarrer Reiner Göpfert, Uwe Johannsen, Liane Acs und Bürgermeister Hans-Georg Brum.

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Kai v. Schauroth berichtet aus dem Leben seiner Großmutter Lina v. Schauroth, zu sehen auf einem Gemälde links im Bild. Fotos: Christoph Müllerleile