Abschluss der Restaurierung auf 2012 verschoben

Das Mosaik am Ehrenmal soll nach den Plänen der Stadt bis Herbst 2012 wieder angebracht werden. Bis dahin soll die Finanzierung gesichert sein. Die Stadtverordneten wurden am 1. September vom Magistrat informiert. Die Arbeiten mussten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, da bei den Abnahmearbeiten im oberen Teil Schwankungen der Säule auftraten. Die Beendigung der Abnahmearbeiten setzt eine temporäre Sicherung der Säule über das Gerüst und Abspannungen voraus, damit die bei den Arbeiten auf die Säule wirkenden Kräfte nicht zu weiteren Schwankungen führten. Nach Feststellung eines Statikers ist keine Gefahr im Verzug, allerdings müsste für eine dauerhafte Standsicherheit die Vertikallast der Säule erhöht werden, zum Beispiel durch Verfüllen des hohlen Säulenschaftes. Das kann die Restaurierungsarbeiten verteuern.
Der Magistrat hat bei der Stadtverordnetenversammlung am 1. September 2011 über den Stand der Arbeiten berichtet. Daraus ergibt sich folgendes: In der zweiten Juliwoche begannen die Arbeiten zur Abnahme des Mosaiks von der Säule. Die Mosaikfläche wurde vermessen und die Schnittlinien für die Einteilung in 16 Segmente wurden festgelegt. Um die segmentierten Mosaikflächen zerstörungsfrei bergen zu können, erfolgte eine maßgenaue Anfertigung von Metallrahmen für jedes Segment. Als nächster Schritt wurde das Mosaik bis auf die oberen Segmente abgesägt bzw. abgehebelt, in die Metallrahmen mit PU-Schaum-Auflage gebettet und abtransportiert.

Die Arbeiten mussten aus Sicherheitsgründen unterbrochen werden, da bei den Abnahmearbeiten im oberen Teil Schwankungen der Säule auftraten. Die Beendigung der Abnahmearbeiten setzt eine temporäre Sicherung der Säule über das Gerüst und Abspannungen voraus, damit die bei den Arbeiten auf die Säule wirkenden Kräfte nicht zu weiteren Schwankungen führten. Nach Feststellung eines Statikers ist keine Gefahr im Verzug, allerdings müsste für eine dauerhafte Standsicherheit die Vertikallast der Säule erhöht werden, zum Beispiel durch Verfüllen des hohlen Säulenschaftes. Das kann die Restaurierungsarbeiten verteuern.

Aufgrund des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom September 2010 stehen bis zu 35.000 Euro für die Vermessung, Dokumentation, Abnahme und Einlagerung des Mosaiks aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung. Auf dieser Grundlage beauftragte der Magistrat die Eppsteiner Firma Matthias Steyer mit den genannten Arbeitsschritten.
Gleichzeitig wurde die Initiative "Rettet das Ehrenmal" in der Ursella-Stiftung tätig und wirbt seit September 2010 Spenden ein. Dank auch Ihrer Spende gingen mehr als 80.000 Euro ein.

Weiterhin hat das Landesamt für Denkmalpflege auf Antrag des Magistrats einen Zuschuss bewilligt. Bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde von der Stadt ebenfalls eine Förderung beantragt. Da die Vorlaufzeiten für eine Entscheidung über Förderprojekte sehr lang sind, ist mit einer Entscheidung erst im Frühjahr 2012 zu rechnen.

Finanzierungslücke vergrößert sich

Die Finanzierung des Projekts stellt sich derzeit wie folgt dar:

Städtische Mittel 35.000 Euro, Spenden auf Sonderkonto Ehrenmal der Ursella-Stiftung 80.504 Euro, Zuschuss des Landesamtes für Denkmalpflege 15.000 Euro, Zuschuss der Deutschen. Stiftung Denkmalschutz noch offen.

Gesicherte Mittel 130.504 Euro, noch fehlende Mittel 36.496 Euro.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass einerseits Mehrkosten bei der Stabilisierung des Säulenschaftes entstehen werden und andererseits eine Förderung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz möglich, aber nicht einkalkulierbar ist.

Abgesehen von den Kosten zur Stabilisierung des Säulenschaftes könnte mit den bereitstehenden Mitteln die nächste Phase der Arbeiten, die Restaurierung der Mosaiksegmente vorgenommen werden. Die Stadt möchte jedoch abwarten, da über den laufenden Förderantrag bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erst im Frühjahr 2012 entschieden wird und keine Zuschüsse für bereits begonnene Projekte gezahlt werden.

Unter Berücksichtigung dessen sieht der weitere Zeitplan wie folgt aus:
• Herbst 2011: Temporäre Sicherung der Säule und Abnahme der restlichen Mosaiksegmente
• Frühjahr 2012: Dauerhafte Sicherung des Säulenschaftes Restaurierung des Mosaiks
• ab Frühjahr 2012 Restaurierung des Mosaiks
• Herbst 2012 Wiederanbringen der Mosaiksegmente und Fertigstellung

Wir benötigen weitere Spenden, denn eine Finanzierungslücke wird auf jeden Fall bleiben.